Politischer Werdegang
Die Wiedervereinigung war für die Sachsen und auch für mich der Aufbruch in eine neue Zeit. Gleich 1990 habe ich mich selbständig gemacht mit einem kleinen mittelständischen Unternehmen. Die Politik hat mich aber nicht losgelassen. In der CDU bin ich aus voller Überzeugung geblieben. Das Bekenntnis zum christlichen Menschenbild, das Vertrauen auf die Kräfte der sozialen Marktwirtschaft und die drei Säulen unserer Partei - die konservative, die soziale und die liberale - machen für mich eine wahre Volkspartei aus. Unser Antrieb ist es, für das Land und seine Menschen zu arbeiten. Deswegen ist es für mich eine Ehre, seit Mai 2008 Landesvorsitzender der Sächsischen Union und damit Präsidiumsmitglied der Christlich Demokratischen Union Deutschlands zu sein.
Die ersten Erfahrungen einer demokratischen Politik habe ich in der Volkskammer ab dem 18. März 1990 gesammelt. Von 1991 bis 1994 war ich Beobachter, danach bis 1999 Mitglied im Europäischen Parlament. In dieser Zeit habe ich viel gelernt, zahlreiche Kontakte zu deutschen und europäischen Politikern habe ich von damals behalten. Sie helfen mir heute, die Interessen Sachsens in Deutschland und Europa zu vertreten. Je mehr die Europäische Union die Politik in einem Bundesland mit prägt, umso wichtiger ist ein kurzer Draht nach Brüssel.
Kurt Biedenkopf holte mich 1999 in sein Kabinett. Ich war verantwortlich für die Bundes- und Europapolitik. Im Kabinett von Georg Milbradt war ich ab dem Jahr 2002 zusätzlich Chef der Staatskanzlei. 2004 wurde ich Umwelt- und Landwirtschaftsminister, 2007 Finanzminister. Meinen beiden Vorgänger bin ich dankbar für das Vertrauen, dass sie in mich gesetzt haben und die Chancen, die sie mir so gegeben haben. Noch heute kann ich auf ihre Unterstützung bauen. Am 28. Mai 2008 habe ich das Amt des Ministerpräsidenten übernehmen dürfen. Ich arbeite gemeinsam mit meiner Partei und den Bürgerinnen und Bürgern dafür, unser Land in den kommenden Jahren in eine gute Zukunft zu führen.









